Programm

Donnerstag, 19. September 2019

09:15 Uhr
Registrierung und Eröffnung der Fachausstellung
09:45 Uhr
Begrüßung der Teilnehmer
Referent: Marc Platthaus | Chefredakteur »LABORPRAXIS«

Chefredakteur »LABORPRAXIS«

09:50 Uhr
Intrinsische Laborsicherheit – Arbeitsschutz-Integration in den Planungsprozess mehr
EGNATON fördert nachhaltige europäische Labortechnologien. Dabei versteht man unter „Nachhaltigkeit“ die ausgewogene Optimierung der drei Nachhaltigkeitsdimensionen Wirtschaftlichkeit, Umweltfreundlichkeit und soziokulturelle Faktoren.

  • EGNATON setzt sich daher auch für die Gesundheit der Nutzer und positive Arbeitsergebnisse durch ergonomische und sichere Laborarbeitsplätze und eine hohe Eigensicherheit der Laborgebäude ein.
  • Ein ergonomisch hochwertiger Qualitätsstandard erhöht die Arbeitsfähigkeit und Leistung der Mitarbeiter und trägt zum hohen Sicherheitsniveau bei.
  • Weitere Nebenwirkungen einer hohen Eigensicherheit sind die Reduzierung der Risiken für Bediener und Benutzer sowie die verbesserte Einhaltung von Schutz-gesetzen.
Der Beitrag beschäftigt sich mit den von EGNATON festgelegten Zielen und Ergebnissen der intrinsischen Laborsicherheit und den daraus resultierenden logischen Schlussfolgerungen und konkreten Anforderungen für die Planungspraxis von Laborgebäuden.
Referent: Dr. Peter Neurieder | European Association for sustainable Laboratories - EGNATON e.V.

Peter Neurieder promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1992 wechselte er in die Zentrale der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) in München, wo er zunächst als Spezialist für Umwelt- und Sicherheitsfragen in der Bauabteilung der MPG und später als Leiter der Stabsstelle HSE der MPG arbeitete und die Sicherheitsorganisation der Max-Planck-Institute auf- und ausbaute.

Seit 2010 ist Peter Neurieder Geschäftsführer der N&N Büro für Sicherheit GbR, die vorwiegend in den Bereichen Laborsicherheit, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Planungsunterstützung beim Bau von Laborgebäuden arbeitet.

Seit 2011 ist er Vorsitzender der EGNATON-Arbeitsgruppe 3 "Working Conditions" und hat dort das Training für Zielgruppen (TTG) initiiert und damit auch den Grundstein für die EGNATON-Akademie gelegt. Von 2015 bis 2019 war er Mitglied des EGNATON-Vorstands, bevor er im Mai 2019 -zunächst als stellvertretender Geschäftsführer - in das EGNATON Management wechselte.

10:20 Uhr
Aktive Sicherheit von Anfang an - Sicherheit als integraler Bestandteil des nachhaltigen Labors mehr
Nachhaltigkeit im Kontext von Forschung und Labor bedeutet, die drei Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie, Ökonomie und sozio-kulturelle Faktoren, allen voran die Sicherheit, gleichwertig zu betrachten. Dies gilt nicht nur für die Planung und den technischen Betrieb, sondern genauso für die Forschungs- und Laborarbeit.  In der Umsetzung erfordert dies eine integrative Herangehensweise, die alle drei Dimensionen ausgewogen berücksichtigt – bei der Ausgestaltung von Laborprozessen, der Organisation und den eingesetzten Methoden.  Hier helfen verschiedene Tools und Konzepte. Bekannt  sind die Prinzipien der „Green analytics“ oder der “Nachhaltigen Chemie“, die nicht nur ökologische Aspekte, sondern genauso Sicherheit als integralen Bestandteil berücksichtigen. Auch die Trends Digitalisierung, Automatisierung und Miniaturisierung bieten Chancen für Prozessoptimierung und Risikominimierung. Der Vortrag zeigt anhand verschiedener Beispiele auf, wie diese Konzepte integriert und ein sicheres und nachhaltiges Labor gestaltet werden kann.
Referent: Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt | NIUB-Nachhaltigkeitsberatung

Kerstin Hermuth-Kleinschmidt hat an der Universität Freiburg promoviert. Nach mehreren Jahre in der Industrie als Account Managerin (GE Healthcare) sowie im technischen Kundensupport (Millipore, nun Merck MIllipore) hat sie sich dem Thema Nachhaltigkeit zugewandt und unter anderem an der Universität Koblenz-Landau eine Zusatzqualifikation im Bereich "Umweltmanagement und Umweltökonomie" abgeschlossen. Als selbstständige Beraterin liegt ihr Fokus auf der Implementierung und Begleitung von Nachhaltigkeitsprozessen (Schwerpunkt: Life Science Branche) sowie in der Unterstützung des CSR-Reportings. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte ist die praktische Umsetzung von Nachhaltigkeit in der naturwissenschaftlichen Arbeit und Forschung.

Außerdem ist sie als Referentin sowie Verfasserin von Publikationen (u.a. in der Laborpraxis) zu verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit tätig, speziell zum Thema "Nachhaltigkeit in Forschung und Labor". Außerdem unterrichtet sie am Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaften (ZAK) des KIT Karlsruhe im Rahmen des Begleitstudiums "Nachhaltige Entwicklung".

Seit 2014 ist sie Mitglied bei EGNATON und begleitet seitdem die Entwicklung von EGNATON-CERT, dem ersten Zertifizierungssystem für nachhaltige Labortechnologien.

10:50 Uhr
1. Ausstellerrundgang
11:15 Uhr
Kaffeepause und Besuch der Expo
11:45 Uhr
Gesetzliche Betreiberpflichten in der Praxis gezielt umsetzen – Sicher im Labor. mehr
Bei der praktischen Durchführung der Arbeiten im Labor müssen Regeln und Vorschriften des Arbeitsschutzes eingehalten werden. Wie stellen Sie sicher, dass all diese Anforderungen umgesetzt werden? … und dabei trotzdem noch genügend Zeit bleibt, sich um die eigentlichen Aufgaben in einem Labor zu kümmern?

MAQSIMA TMS und MAQSIMA LAB+ | das LIMS sind aus Kundenanforderungen entstanden. Die Erfahrung aus der Einführung der LIMS-Systeme übertragen wir auf unser HSEQ-System für Labore.

Prüfpflichtige Geräte werden ermittelt, an Prüffristen erinnert. Das HSEQ liefert die komplette Funktionalität, die eine Software zur Erstellung von Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Hautschutzplan oder mehr braucht. Die modulare Systemstruktur ermöglicht die spezifische Ausrichtung und Skalierung des Systems an die Anforderungen der Unternehmen. Der prozessorientierte Aufbau der Software ermöglicht eine schnelle und vor allem auch passgenaue Einführung im Unternehmen. Die Zusammenarbeit von Laborexperten, Fachkräften für Arbeitssicherheit nach ASig, Sachverständigen und Gefahrstoffbeauftragte sowie IT-Spezialisten garantieren eine rechtskonforme und effiziente Lösung.
Referent: Christoph Niewöhner | MAQSIMA GmbH

Christoph Niewöhner studierte an der Universität des Saarlandes BWL mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik. Während seines Studium arbeitete er freiberuflich für zahlreiche Unternehmen in den Bereichen Geschäftsprozessoptimierung und Softwareeinführung. Christoph Niewöhner war Mitgründer und Gesellschafter der Diebold Business Solutions GmbH, einer Tochter des Debis Systemhauses und T-Systems. Dort war er für die Bereiche Geschäftsprozessmanagement und –optimierung verantwortlich. Seit der vollständigen Übernahme der DBS durch T-Systems ist er als geschäftsführender Gesellschafter der MAQSIMA tätig.

12:15 Uhr
Ist ein Filterabzug sicherer als ein Abzug mit Abluftleitung? mehr
  • Wie kann der Schutz des Anwenders mit einem Abzug ohne Abluftleitung gewährleistet werden?
  • Welche Ausstattungen ermöglichen dies?
  • In welchen Fällen ist ein Filterabzug einem Abzug mit Abluftleitung gegenüber zu bevorzugen?
Referent: Gaëtan Nardone | Erlab

Gaëtan Nardone received his master degree in Biology (Genetics and Cellular Biology) in 2017. Since then he is sales representative for the German speaking countries at Erlab, a manufacturer of filtration systems for the protection of laboratory staff.

12:45 Uhr
2. Ausstellerrundgang
13:10 Uhr
Mittagspause und Besuch der Expo

Expo-Themencamp

14:10 Uhr

14:10 Uhr: Richtiger Umgang mit Lösungsmitteln für mehr Sicherheit und Qualität in der Analytik. mehr
  • Neueste Standards in der Ver- und Entsorgung von LC-Lösungsmitteln
  • Störungen effizient vermeiden
  • Gesundheits- und Umweltgefahren vorbeugen
  • Lösungsmittel als Fehlerursache ausschließen
  • Den analytischen Prozess sicher gestalten
  • Die richtige Aktivkohle für eine sichere Entsorgung
Referent: Peter Rebehn | S.C.A.T. Europe GmbH

Herr Peter Rebehn hatte nach seinem Abschluss als Diplom Kaufmann an der Universität Göttingen seine beruflichen Anfänge im Verkauf. Als langjähriger General Sales Manager für Borosilikat / Hohl Glass bei SCHOTT Glass sowie als Regional Sales Manager Aisa in Jakarta für pharmazeutischen Verpackungen hat er gelernt, wie wichtig es ist, bei Neuentwicklungen einerseits das Ohr am Markt zu haben, aber andererseits auch dem Markt proaktive Impulse zu geben. Nach dem Wechsel zur Verschleißschutztechnik, zuletzt als Geschäftsführer der Castolin GmbH, hat er sich intensiv mit dem Schutz von Oberflächen auseinandergesetzt. Seit August 2018 verantwortet Herr Rebehn als Alleingeschäftsführer die strategische Neu-Ausrichtung der S.C.A.T Europe GmbH.

14:30 Uhr: Sicher heizen – Integrated Safety schützt Probe und Anwender mehr
Bei der Laborarbeit mit Magnetrührern ist oftmals Hitze im Spiel. Gerade hier braucht es besondere Sicherheitsvorkehrungen. Unser Sicherheitskonzept Integrated Safety schützt Probe, Labor und Anwender und sorgt für das sichere Gelingen Ihres Versuchs.

Erfahren Sie u.a., wie Sie mit der Gefahr durch „Hot Spots" umgehen können, welche Bedeutung unabhängige Regelkreise haben und wie Sie Ihre individuelle Sicherheitstemperatur einstellen.
Referent: Thomas Ketterer | IKA Werke GmbH & Co. KG

Dipl.Ing. (FH) Chemie
Studium an der FH Fresenius
Seit 6 Jahren Leiter des Applikationssupports bei den IKA Werken in Staufen und Mitglied des Produktmanagement Teams

14:50 Uhr: Einwiegen von Gefahrstoffen in einer Personenschutzeinhausung ohne Performanceeinbußen mehr
Bei vielen unterschiedlichen Tätigkeiten im Labor können pulverförmige Gefahrstoffe und Lösungsmitteldämpfe freigesetzt und über die Atemluft aufgenommen werden. Typische Applikationen wie z.B. Einwaagen auf Präzisions- und sind potentielle Gefahrstoffarbeitsplätze. Eine persönliche Schutzausrüstung (PSA), wie z.B. Mundschutz, Handschuhe, usw. sind meist nicht ausreichend und gehen nach der Gefahrstoffverordnung (GefStV) nicht weit genug. Der Gefahrstoff sollte idealerweise an der Entstehungsstelle erfasst und vom Anwender fortgeführt werden, so der Wortlaut in den Technischen Regeln für Gefahrstoffe. (TRGS 500 – Schutzmaßnahmen). Ein Problem stellen auch die immer effizienteren und mikronisierten Wirkstoffe dar, wie sie z.B. in den Chemie- und Pharmalaboratorien entwickelt und weiterverarbeitet werden. Es gilt, den Labormitarbeiter vor diesen gefährlichen Expositionen zu schützen. Der Ansatz ist, der Gefahrstoffverordnung gerecht zu werden und entsprechende hochwirksame Schutzmaßnahmen, wie das Einhausen der jeweiligen Applikation, dem Anwender zur Verfügung zu stellen. Laborabzüge sind durchaus eine gute Wahl um sich vor solchen Gefahren zu schützen, allerdings wird das Handling und aktive Eingreifen in die Applikationen bei der Gefährdungsbeurteilung oft nicht ausreichend berücksichtigt. Man weiß nicht wirklich, wie viel und wann Gefahrstoff freigesetzt wird. Eine Arbeitsplatzmessung ist recht kostspielig und findet immer wieder, wohlmöglich auch aus Unwissen, keine Berücksichtigung. Diese wäre aber zwingend notwendig um zu ermitteln, ob die Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW) überschritten und die Anwender diesen Expositionen ausgesetzt werden. Die zu erwartenden Turbulenzen in einem herkömmlichen Laborabzug sind zudem so stark, dass präzise Wägeapplikationen mit Analysenwaagen schlecht bis gar nicht durchgeführt werden können.

Besser wäre natürlich, man nutzt spezielle Schutzmaßnahmen, die schon einer Baumusterprüfung unterzogen wurden und mit einem Surrogat, z.B. Naproxen, auf ihr Ausbruchsverhalten getestet sind. Hier werden dann die zu erwartenden OEL (Occupational Exposure Limit) - Werte durch praktisches Arbeiten und Simulieren der jeweiligen Applikation ermittelt. Je nach eingesetzter Menge, Konstruktion und Arbeitsweise des Anwenders werden OEL-Werte <100ng/m³ erzielt. Diese Art der technischen Schutzmaßnahme kann also bis in die höchsten Kategorien der Wirk- und Gefahrstoffe eingesetzt werden. Beispiel für solche technischen Schutzmaßnahmen ist z.B. die Sicherheitswägekabinenserie ST1, die auch auf dem Stand von a1-safetech zu begutachten ist.
Referent: Friedhelm Weichert | a1-envirosciences GmbH

Friedhelm Weichert ist seit 2006 für die a1-envirosciences GmbH als Spezialist für Personenschutz im Labor und deren technische Schutzmaßnahmen zuständig. Durch jahrzehntelange Erfahrungen im Bereich chemische und pharmazeutische Laboratorien konnte er entsprechendes Knowhow in diesen Bereichen aufbauen und referiert regelmäßig zu Thematiken des „Sicheres Arbeiten in Laboratorien“.

15:10 Uhr
Kaffeepause und Besuch der Expo
15:40 Uhr
Closing ideas - Diskussion zum Abschluss
16:30 Uhr
Ende der Veranstaltung

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